Geschichte



Schweizer Kynologen haben die Wichtigkeit einer stärkeren Lobby erkannt und gründen den Berufsverband Schweizer Kynologen (BVSK / APCS).


Urs Muff, welcher bereits die Bürgerpetition (Öffnung der Hundeschulen per 11. Mai) ins Leben gerufen hat, hat zusammen mit drei weiteren Gleichgesinnten die Gründung des Berufsverbandes vorbereitet. Nationalrat Mike Egger hat seine Unterstützung für den Verband als Beisitzer zugesagt, da er die Problematik der berufstätigen Kynologen sehr gut nachvollziehen kann und als Hundehalter die Dienstleistungen zu schätzen weiss.

Professionelle Hundeschulen litten in den vergangenen Wochen unter der Schliessung, da ihr Einkommen innerhalb eines Tages durch dem Lockdown komplett wegfiel. Lange war nicht klar, wie selbstständig erwerbende Hundetrainer /-betreuer vom Bundesrat gehandhabt werden. Unsicherheiten und berechtigte Existenzängste machten sich breit. Schnell waren sich viele der Berufstätigen einig, dass sie wenig mit Hundevereinen gemein haben, zumal sie mit ihrer Tätigkeit als Hundetrainer, Hundebetreuer oder fachspezifischer Ausbilder im kynologischen Bereich ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Die bekannten Vereine und Organisationen, welche bis anhin die Stimme der «Hündeler» übernahmen, konnte die Interessen der Berufsklasse nicht vertreten. Es gibt keinen anderen Weg, als sich zu einer gemeinsamen Stimme zusammenzuschliessen, ist die klare Botschaft des neuen Berufsverbandes (www.bvsk.ch).

Nicht bei welcher anerkannten Organisation man sich ausgebildet hat oder in welchem Bereich der Kynologie unterrichtet wird, ist dem Verband im ersten Schritt wichtig. Dies obliegt weiterhin den Ausbildungsorganisationen, dem aktuellen Tierschutzgesetz und den dazugehörigen Verordnungen. Für die Zukunft werden Wege geschaffen, welche den Berufsstand hervorheben und die Interessen der Mitglieder vertreten. Der Berufsverband setzt sich für einen zeitgemässen Unterricht ein, der auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht und die Würde der Tiere bewahrt, was über den verankerten Tierschutz hinausgeht. Zudem strebt der Verband eine "Open Door Policy" an. Dies bedeutet, dass man bei den Mitgliedern jederzeit einem Training beiwohnen darf. So, dass die Qualität der Arbeit überprüfbar ist.
Zur Zeit werden die Ausbildungen von folgenden Organisationen anerkannt: SKG, ATN, Certodog, Tripel-S, Blindenführhundeschule Allschwil, NF footstep, SC-Akademie, SK-9 GmbH, Cumcane Familari, Verband Schweizer Hundeschule, Fédération Romande de Cynologie, AoA Formation - Education, Stiftung Schweizerische Schule für Blindenführhunde, Vieta, SVBT - Schweizerischer Verband für Bildung in Tierpflege, Union Canine Suisse, Centro professionale sociosanitario medico-tecnico, Centre Cyno-Logique Romand, Trainerlehrgang Hundeschule Wolfsrudel, Kantonalverband Aargauer Kynologen KVAK, Hunde Uni Schwarzenbach

 Der Berufsverband wurde am 9. Mai 2020 von Urs Muff (Zentralpräsident), Nationalrat Mike Egger (Beisitzer), André Känel (Vizepräsident), Beat Eichenberger (PR), Antje Noll (Sekretariat), Andrea Stucki (Kassier), Sandra Burri (Social Media), Gabriela Capraro (Ausbildung Hundetraining), Kay Freund (Ausbildung Betreuung) gegründet.

Der ganze Vorstand freut sich enorm auf die künftigen Aufgaben und ruft berufstätige Kynologen auf, sich dem Verband anzuschliessen. Der BVSK/APCS spricht auch künftige Berufstätige an, die sich noch in der Ausbildung befinden und bietet ihnen die Möglichkeit dem Verband beizutreten. Der Verband erwartet, dass die jungen Kynologen die Ausbildung abschliessen, möchten ihnen aber bereits während der Ausbildungszeit mit Rat und Tat zur Seite stehen.

 

Der Verband wird künftig auf den sozialen Netzwerken und auf seiner Internetseite über seine Arbeit informieren.